Archiv der Kategorie: Nonlinear pedagogy

CLA im Fußball

In vielen Sportarten ist der Constraints Led Approach fast schon Standard. Manchmal werden Veränderungen der Rahmenbedingungen eingesetzt (z.B. andere Spielfeldformate, Regelvariationen, …), ohne dass es einer bestimmten Methodik zugeordnet wird.

Leo Jonathan Teßmann und Gora Sen haben für den Fußball in der Zeitschrift FUSSBALLTRAINER-MAGAZIN 12/2025 den CLA unter dem Titel „Train as you play“ beschrieben. Übertragen auf die Sportart Tennis lässt sich auch feststellen, dass wir Formen aus dem CLA in der Trainingsarbeit immer häufiger, oft aber als isolierte Übungsform beobachten können (Spiel auf veränderte Zielfelder). Oft fehlt im Tennis dann jedoch die Umsetzung der veränderten Constraints in Spielformen.

Wie immer lohnt sich deshalb der Blick über den Tellerrand.

Thomas Tuchel and differential learning

Thomas Tuchel is using differential learning to improve technique and tactics in soccer. Tuchel ist manager of the english national team. One of his ideas was a starting point for us to change from methodical traditionalism to modern evidenzbased coaching in tennis.

Differential learning makes coaching more effectiv, more creativ, more fun. We would love, if you search in our blog for differential learning in tennis. Thanks to Vitali Mardari, talking on linked about this subject.

Streetplayculture

Johan Cruyff, soccer world champion and coach, in an interview about development in (children’s) sports using soccer as an example. About creativity in and through free play, the necessity of mistakes in the learning process. Modern sports, education and exercise concepts such as the Ballschule Heidelberg or Street Racket are looking for and offering ways back to the culture of street games or bringing street games into the halls.

Grenzüberschreitungen

Differenzielles Lernen und der „Constraints -Led-Approach“ (CLA) stehen sich manchmal recht unversöhnlich gegenüber und versuchen sich voneinander abzugrenzen. Dabei bieten beide Ansätze in der Praxis, sofern sie einem non-linearen Denken folgen und nicht als Instrumente zum Erreichen eines vorgegebenen Bewegungsziels benutzt werden, den Athlet:innen den Spielraum zur Entwicklung innovativer, kreativer und individueller Bewegungslösungen in den Sportspielen.

Wir haben einfach mal die künstliche Intelligenz ChatGPT gefragt, wie sie das sieht und sind von der Antwort sehr angetan.

„Differenzielles Lernen im Sport und der Constraints-Led Approach sind zwei Ansätze, die sich mit der Bewegungslernen und -entwicklung im Sport beschäftigen. Obwohl sie unterschiedliche Schwerpunkte haben, gibt es einige Verbindungen zwischen ihnen.

Differenzielles Lernen betont die Anpassungsfähigkeit und Individualität des Lernprozesses. Es legt den Fokus darauf, dass Sportlerinnen und Sportler durch das Erkunden und Experimentieren mit verschiedenen Bewegungsmustern ihre eigenen Lösungen für Bewegungsaufgaben finden. Dabei werden sie ermutigt, ihre Bewegungen kontinuierlich anzupassen und zu verändern, um optimale Lösungen zu finden.

Der Constraints-Led Approach hingegen betont die Rolle der Umwelt- und Kontextbedingungen bei der Bewegungsentwicklung. Er betrachtet Bewegung als das Ergebnis eines komplexen Zusammenspiels zwischen individuellen Fähigkeiten, den Anforderungen der Aufgabe und den Umweltbedingungen. Durch das Manipulieren dieser sogenannten „Constraints“ (Einschränkungen) können Bewegungsmuster und -strategien beeinflusst und optimiert werden.

Die Verbindung zwischen beiden Ansätzen liegt darin, dass sie sich auf die Individualität und Anpassungsfähigkeit des Bewegungslernens konzentrieren. Sowohl differenzielles Lernen als auch der Constraints-Led Approach erkennen an, dass es keine universelle „richtige“ Bewegung gibt, sondern dass Bewegungsaufgaben und -lösungen individuell und kontextabhängig sind. Beide Ansätze fördern ein exploratives Lernen, bei dem Sportlerinnen und Sportler ihre eigenen Bewegungslösungen entwickeln und optimieren können.“

English

Traditional or CLA

COACHING & SPORT
SCIENCE REVIEW

Comparing the traditional and constraints-led approaches to skill acquisition in tennis. By Luke Regan, The Sports Think Thank, United Kingdom. August 2021

Regan comes to the conclusion:
„Manipulating constraints is not new to coaching per se, coaches have always utilised tasks and environments in ostensibly similar ways. But in order to maximise their effectiveness, the CLA and its theoretical foundations provide a basis for using constraints in a way that assumes a model of behaviour profoundly different from the traditional, cognitive approach of transforming ‘one size fits all’ technical information into procedural knowledge will not be optimal if deployed as part of a prescriptive coaching style. The CLA is the use of interacting constraints to facilitate the emergence of functional behaviour through self-organisation, not to simply provide opportunities for a player to execute a pre-established technique dictated by a coach. Ongoing developments in psychological theory are continuously informing best practice in skill acquisition and, far from being locked into the assumption that skills can only be coached through the prescriptive transmission of expert information, coaches are encouraged to explore more ecological and implicit approaches to developing skill in tennis players.“


Der Mythos der korrekten Technik

Ein Beitrag von outoftheb-ox über die Theorie der Entwicklung motorischer Fähigkeiten, den Mythos der korrekten Technik, Variabilität im Körper und Variabilität in der Bewegung.

Fazit: „Bewegungsvariabilität sollte im Training gefördert werden, um die Anpassungsfähigkeit von Bewegungslösungen zu verbessern und folglich nicht nur die sportliche Leistung der Sportlerin zu steigern, sondern auch das Verletzungsrisiko zu verringern. Das Üben einzelner Bewegungen zum Erlernen der “korrekten Technik” sollte vermieden werden. Stattdessen empfiehlt es sich das Training in einer realitätsnahen Situation durchzuführen, die es der Sportlerin erlaubt Umweltfaktoren wahrzunehmen und auf diese agil und variabel zu reagieren.“

„Essentially, all models are wrong, but some are useful“


George Box

https://www.outoftheb-ox.de/technik-variabilitat/

Animals

In a previous blog post we talked about the importance of metaphors in sports coaching. In an extensive work, Nele Telemann pointed out the efficiency of analogies from other social contexts.

Kostenloser Vektor flamingo im cartoon-stil isoliert auf weiß

When you see tennis players jumping like a kangaroo, moving like a gazelle, waiting for the the ball like a tiger, standing at the forehand like a flamingo, holding the racquet like it’s a little bird she’s grabbing.

When you watch children hit balls over the net and describe the distance to the net as „mouse“, „cheetah“ or „giraffe“. When kids want to play the dinosaur game again and again at the end of the training session.

Giraffe

Then you might see players who learn and have learned tennis with our training philosophy.

http://images.clipartpanda.com/tiger-clip-art-xcg755kcA.png

But metaphors and analogies are not only about animals. May be players move and hit the ball like Bruce Lee recommended: „Be like water.“