Schlagwort-Archive: action approach

Coaching technique

‚Technique coaching, I’ve never done with Andy before – zero … because I believe that it simply does not bring anything belendltween 27 and 29. On the other hand, because I’m lousy in technical training.‘

Nicely put to the point by Ivan Lendl, the coach of the world number one Andy Murray. Whether he argues in the sense of our coaching philosophy of INNER COACHING, perhaps a daring presumption. Nevertheless, the quotation says a lot and supports our methodological approach: game-oriented and action-oriented instead of technology-oriented.

„Techniktraining? Habe ich mit Andy noch nie gemacht – null….Zum einen, weil ich daran glaube, dass es zwischen 27 uns 29 schlichtweg nichts mehr bringt. Zum anderen, weil ich mies im Techniktraining bin.“

Schön auf den Punkt gebracht von Ivan Lendl, dem Coach des Weltranglistenersten Andy Murray. Ob er damit im Sinne unserer Trainingsphilosophie des INNER COACHING argumentiert, wäre vielleicht eine gewagte Vermutung. Dennoch sagt das Zitat etwas aus und unterstützt unsere methodische Vorgehensweise: spiel- und handlungsorientiert statt technikorientiert.

Cultural lag

The cultural lag in the implementation of scientific knowledge in sports game teaching in particular in tennis

In the past few years a lot has happened in the methodology and didactics of tennis coaching. The „methodical traditionalism“, oriented exclusively to the teaching of a textbook technique has been pushed back and the setting of many coaches has changed as a result of „play and stay“ and playful learning. Following and respecting the learning age and the state of development of the player, using customized materials (different balls, rackets, playing fields and competition forms) and mainly letting the learners play.

Nevertheless there we can observe certain phenomena, which I would describe as „appendix“ from the textbook-oriented coaching of tennis and of methodical traditionalism. Cultural lag weiterlesen

Examples

Grafische Darstellung_2015

Beispiele aus der Trainingspraxis:

Eine Spielerin spielt beim Aufschlag den Ball fast immer nach außen in das Aufschlagfeld. Sie fragt mich, wie sie den Schläger halten muß oder ob sie den Ball anders werfen muß, um den Aufschlag auch in die Mitte spielen zu können.

Ich erkläre, dass es nicht hilfreich wäre, sich über die Technik Gedanken zu machen. Stattdessen empfehlen sich folgende Übungen: Examples weiterlesen

Selbstorganisation

Jürgen Birklbauer, Erich Müller: Motorisches Lernen und  Bewegungskoordination. Die modernen Ansätze der Selbstorganisation versus den klassischen Kontroll- und Steuerungsmodellen.

Der erste Teil diese Arbeitskreises an der Universität Salzburg bot einen kurzen Überblick über die modernen Ansätze der Selbstorganisation („action approach“), wobei deren Kernaussagen den klassischen Kontroll- und Steuerungsmodellen der Kognitionspsychologie („motor approach“) gegenübergestellt wurden. Erstere spannten den Bogen vom bewegungsphysiologischen Ansatz N. A. Bernsteins (Bernstein,1975) hin zum Konzept der Synergetik (Janssen et al., 1996), das zurzeit die Motorikforschung weitgehend beherrscht. Im Gegensatz zu dem computerwissenschaftlich orientierten Ansatz der Informationsverarbeitung, der die menschliche Informationsaufnahme, -verarbeitung und -abgabe als Zusammenwirken quasitechnischer Elemente, wie Informationskanäle, Filter, Prozesse, Speicher, Programme, Regler etc. beschreibt, setzen die ökologischen Modelle einer dynamischen Systemperspektive keinerlei interne Repräsentations-strukturen voraus, um die Kontrolle, Steuerung und das Lernen von Bewegungen zu erklären.

Der phänomenologisch orientierte systemdynamische Ansatz postuliert stattdessen Gesetzmäßigkeiten und Prinzipien,die aus dem Verständnis der menschlichen Motorik als sich selbst organisierendes dynamisches System Bewegungskoordination und -lernen als Ergebnis des Zusammenwirkens zwischen den Teilelementen des Körpers und der Umwelt interpretieren. Neben der Synergetik werden die Einflüsse der Gestaltpsychologie, der ökologischen Wahrnehmungspsychologie, der Chaostheorie und des Konnektionismus (Künzell, 1996) auf diese als „Motor-Action-Kontroverse“ bekannte Auseinandersetzung anhand experimenteller Befunde dokumentiert.

Dabei stehen die Konsequenzen für das motorische Lernen als Grundlage für das allgemeine und spezielle Koordinationstraining im Vordergrund der Überlegungen. Diesbezüglich fordern sowohl die internen Repräsentationsmodelle in der so genannten „variability-of-practice“ Hypothese als auch das von systemdynamischen Analysen abgeleitete Konzept des differenziellen Lernens variables Üben als grundlegende methodische Strategie im Koordinations- und Techniktraining.

Literaturverzeichnis:
Bernstein, N. A. (1975). Bewegungsphysiologie. Leipzig: Ambrosius-Barth
Janssen, J. P., Carl, K., Schlicht, W. & Wilhelm, A. (1996).Synergetik und Systeme. Schorndorf: Hofmann.
Künzell, S. (1996). Motorik und Konnektionismus. Neuronale Netzwerke als Modell interner Bewegungsrepräsentationen. Köln: bps.
Quelle: Arbeitskreis Motorisches Lernen und Bewegungskoordination, Leitung: Herbert Wagner, Mitwirkender: Jürgen Birklbauer, Interfakultärerer Fachbereich Sport & Bewegungswissenschaft/USI, Universität Salzburg