Archiv der Kategorie: Allgemein

1 – 2 – 3 – „dandelion“ – executiv functions

Spielform:

A und B spielen Ballwechsel von der T-Linie. Beide zählen im Wechsel die Netzüberquerungen laut mit. Gezählt wird bis 30. Zahlen die durch 3 teilbar sind müssen durch das Wort FEX ersetzt werden.

Variationen:

  • danach von 30 rückwärts
  • andere Zahlenreihe
  • andere Sprache
  • statt FEX ein anderes Wort verwenden (z. B. Pusteblume)
  • statt FEX ein Tier/Farbe/Gegenstand aus dem Wald/…. nennen (keine Wiederholungen)
  • statt FEX muss Rückhand gespielt werden
  • statt FEX Bewegung nach Schlag ausführen (z. B. Hampelmann)
  • ….

Game form:

A and B play rallies from the serviceline. Both alternately count the netcrossings aloud. It counts up to 30. Numbers that are divisible by 3 must be replaced by the word FEX.

Variations:

  • then backwards from 30
  • other series of numbers
  • other language
  • use another word instead of FEX
  • instead of FEX name an animal / color / object from the forest / …. (no repetitions)
  • instead of FEX you have to play backhand
  • instead of FEX perform movement after stroke (e.g. Jumping jack)
  • ….

Costs

„It costs less time and earns coaches more money to „treat“ a player with explicit technical instructions than to tell him/her about the ineffectiveness and disadvantages of such verbal instructions and to advise him/her to simply play. „

(Frercks Hartwig, TMS Coaching)

So tun als ob…. ein Plädoyer für wissenschaftliche Evidenz

Ian Harris ist als orthopädischer Chirurg tätig und leitet eine Forschungseinrichtung in Australien mit den Schwerpunkten evidenzbasierte Medizin und klinische Studien in der Chirurgie.

Er hat sich mit dem Placebo Effekt in der Chirurgie beschäftigt und ist zu spannenden Ergebnissen gekommen, die auch für Lehrende im Sport spannend sein dürften.

Harris hält es für typisch menschlich, sich mehr auf eigene Beobachtungen zu verlassen als auf wissenschaftlich fundierte Zahlen anderer. Folgt ein Ereignis auf ein anderes, beispielsweise Besserung auf Behandlung, dann neigt das menschliche Gehirn dazu, einen kausalen Zusammenhang anzunehmen. Der ist aber vielleicht gar nicht vorhanden. Auch eine wissenschaftlich plausible Erklärung dafür, wie eine Maßnahme mutmaßlich wirkt, ist noch lange kein Beweis dieser Wirkung.

Das kennen wir auch aus der Pädagogik und aus dem motorischen „Lehren“. Gerade im Tennistraining sträuben sich viele Coaches gegen neue, evidenzbasierte Erkenntnisse zum motorischen Lernen. Sie übernehmen die „am eigenen Leib“ erlebten Trainingsmethoden und berufen sich bei der Bewertung der „Effektivität“ ihres Trainings auf ihre Wirklichkeitskonstruktionen.

Das ist häufig ein „so tun als ob“.

http:// https://www.spektrum.de/rezension/buchkritik-zu-schnippeln-fuer-den-profit/1722288?utm_medium=newsletter&utm_source=sdw-nl&utm_campaign=sdw-nl-buchrezensionen
Ian Harris is an orthopedic surgeon and heads a research facility in Australia that focuses on evidence-based medicine and clinical trials in surgery. He has dealt with the placebo effect in surgery and has come up with exciting results that should also be exciting for teachers in sports. Harris believes it is typically human to rely more on your own observations than on scientifically based numbers from others. If one event follows another, for example improvement after treatment, the human brain tends to assume a causal connection. But it may not even exist. Even a scientifically plausible explanation of how a measure is supposed to work is by no means proof of this effect.

We also know that from pedagogy and from motor „teaching“. Especially in tennis training, many coaches resist new, evidence-based knowledge about motor learning. They adopt the training methods they have experienced „on their own“ and rely on their reality constructions when evaluating the „effectiveness“ of their training.

This is often only a „pretend“.

Zeit zum Lesen…

Die Zeiten zwingen uns zum Innehalten. Der Virus gibt uns (zumindest den Coaches) Zeit zum Nachdenken, Lesen und Weiterbilden.

Wer mehr über Differenzielles Lernen im Tennis und Neue Wege des Trainings wissen möchte, dem empfehle ich meine Artikel in der Zeitschrift TennisSport. Hier ein Beispiel.

Über Linkedin oder über die Suchenfunktion in diesem Blog findest Du außerdem zahlreiche Artikel zum motorischen Lernen, zum Kindertraining, zur Mitbestimmung im Verein und mehr. („TennisSport“)

Bei Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung. Schick einfach eine Mail an info@tms-coaching.de.

Bleibt gesund!

Neue Bedingungen – Kreative Lösungen from Frercks Hartwig

Differenzielles Lernen im Tennistraining

Coach the coach ist eine kollegiale Weiterbildung in der Tennisschule TMS. In der letzten Veranstaltung am 1. März 2020 ging es unter anderem auch um das differenzielle Lernen im Tennistraining. Vorgestellt wurde es von TMS Coach Frercks Hartwig.

Weitere Themen des Treffens:

Street Racket, Trainingsentwicklung mit der Bank, Trainingsformen zur Verbesserung von Beinarbeit, Laufwegen und Kondition.

Street Racket

A game to revitalize street game culture. Without skill and tactical instruction, cooperative and without pressure to win. Self-determined game with little material. This new Swiss trend sport offers everything that is described on this blog as a prerequisite for motor learning.
For schools, for clubs, for breaks with (e-)motion

anyone – anytime – anywhere

Let’s rock the streets…